Umfrage zu Gesundheitsangeboten: Ein Fünftel der Deutschen hat kein Vertrauen in digitale Lösungen

• Die Versandapotheke mycare.de hat eine Umfrage zur Nutzung von digitalen Gesundheitslösungen durchgeführt
• Mehr als die Hälfte der Befragten hat in den letzten sechs Monaten ein E-Rezept eingelöst
• Die elektronische Patientenakte haben bislang nur zehn Prozent der Befragten gesehen
Lutherstadt Wittenberg, 9. März 2026 – Rund sieben von zehn Deutschen haben in den letzten sechs Monaten mindestens eine digitale Gesundheitslösung genutzt. Am häufigsten wird das E-Rezept verwendet, welches fast 47 Prozent der Befragten per Gesundheitskarte und elf Prozent per App eingelöst haben. Obwohl die Krankenkassen bis Mitte Februar 2025 allen Versicherten, die nicht widersprochen haben, ihre elektronischen Patientenakten zur Verfügung stellen mussten, gibt nur jeder Zehnte an, diese genutzt bzw. gesehen zu haben. Das hat mycare.de in einer repräsentativen Umfrage herausgefunden, für die 2.500 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt wurden.

Fast ein Drittel der Befragten hat einen Arzttermin online gebucht
Neben dem E-Rezept ist vor allem die Online-Terminbuchung von Ärzten bei den Befragten eine beliebte digitale Gesundheitslösung: Rund 30 Prozent der Befragten haben in den letzten sechs Monaten einen Arzttermin online vereinbart. Auf Platz drei der gängigsten digitalen Gesundheitslösungen befindet sich der Einkauf von Medikamenten per Apotheken-App oder Online-Apotheke (17 Prozent). Die elektronische Patientenakte, deren Nutzung seit dem 1. Oktober für Arzt¬praxen, Apotheken und Krankenhäuser Pflicht ist, wurde von zehn Prozent der Befragten genutzt. Kaum verbreitet sind die digitalen Gesundheits-Apps auf Rezept, die Videosprechstunde oder die Patientenportale von Krankenhäusern (jeweils drei Prozent). 30 Prozent der Befragten haben in den vergangenen sechs Monaten überhaupt keine digitale Gesundheitslösung genutzt.

Die einfache Bedienung ist das wichtigste Nutzungskriterium
Die Hälfte der Befragten gab an, dass eine einfache Bedienung ein wichtiger Aspekt bei der Nutzung digitaler Lösungen im Gesundheitswesen sei (50 Prozent). Zuverlässigkeit bzw. Fehlerfreiheit sowie Datenschutz sind für 47 bzw. 43 Prozent der Befragten ein wichtiges Kriterium. Hier lassen sich bei den verschiedenen Altersgruppen Unterschiede feststellen: In fast allen Altersgruppen ist die einfache Bedienung das Kriterium mit den meisten Stimmen, nur bei den 30- bis 39-Jährigen nicht. Während bei den über 65-Jährigen für mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) die einfache Bedienung wichtig ist, so legt bei den 30- bis 39-Jährigen nur ein Viertel der Befragten (25 Prozent) Wert darauf. Bei der jüngsten Zielgruppe (18- bis 29-Jährige) empfanden 42 Prozent der Befragten die einfache Bedienung als relevant.

Knapp ein Drittel der Befragten bevorzugt den persönlichen Kontakt
Ein Grund, wieso die Deutschen digitale Gesundheitsangebote nicht häufiger nutzen, ist der Wunsch nach persönlichem Kontakt (31 Prozent). Außerdem besteht weiterhin eine Skepsis gegenüber digitalen Lösungen: 30 Prozent der Befragten haben Bedenken beim Datenschutz, 21 Prozent haben allgemein kein Vertrauen in digitale Lösungen. Hinzu kommen technische Hürden wie fehlende Hardware oder Apps oder schlechtes Internet, was 20 Prozent der Befragten von der regelmäßigen Nutzung digitaler Angebote abhält. Rund 19 Prozent der Befragten halten digitale Gesundheitslösungen für zu kompliziert, während 16 Prozent die schlechte Verfügbarkeit bzw. das fehlende Angebot digitaler Lösungen als Grund nennen.

Insbesondere junge Menschen haben kein Vertrauen in digitale Lösungen
Der Wunsch nach persönlichem Kontakt ist bei der jüngsten und ältesten Altersgruppe am ausgeprägtesten (38 bzw. 37 Prozent). Bei den 30- bis 39-Jährigen oder 50- bis 64-Jährigen bevorzugen nur 23 bzw. 24 Prozent den persönlichen Kontakt. Gleichzeitig haben die 18- bis 29-Jährigen am wenigsten Vertrauen in digitale Lösungen: Mehr als ein Drittel der jungen Generation (36 Prozent) gab diesen Grund an. Bei den 30- bis 39-Jährigen und bei den über 65-Jährigen sind es hingegen nur 18 bzw. 16 Prozent. Mit technischen Hürden haben die 18- bis 29-Jährigen die wenigsten Probleme (acht Prozent). Diesen Grund gaben die 40- bis 49-Jährigen sowie die über 65-Jährigen deutlich häufiger an (24 bzw. 23 Prozent).

„In Deutschland herrscht nach wie vor eine große Skepsis gegenüber digitalen Lösungen, nicht nur im Gesundheitswesen. Insbesondere bei digitalen Gesundheitslösungen haben Patienten bezüglich der Sicherheit ihrer Daten aber nichts zu befürchten: Beim E-Rezept können nur die Versicherten selbst, die Apotheke, in der das Rezept eingelöst wird, sowie die Arztpraxis, die das Rezept ausgestellt hat, die Daten einsehen. Auch bei der elektronischen Patientenakte können die Patienten selbst bestimmen, wer Zugriff darauf erhalten soll und wer nicht. Nur wenn alle Akteure des Gesundheitssystems, von Ärzten und Apotheken über Krankenkassen bis hin zu den Patienten, die Nutzung digitaler Anwendungen in ihren Alltag integrieren, können die Potenziale der Digitalisierung im Gesundheitswesen voll ausgeschöpft werden“, erklärt Martin Schulze, Apotheker und Leiter der pharmazeutischen Kundenbetreuung bei mycare.de.

Vorteile des E-Rezepts auf einen Blick
• Bequeme Einlösung: Rezepte können ohne Papier direkt per Gesundheitskarte oder App in der Apotheke vor Ort oder online eingelöst werden.
• Zeitersparnis: Kein zusätzlicher Weg zur Arztpraxis nur für die Abholung eines Rezeptes, insbesondere bei Folgeverordnungen.
• Mehr Transparenz: Versicherte behalten jederzeit den Überblick über ihre verordneten Medikamente.
• Hohe Datensicherheit: Zugriff auf das E-Rezept haben ausschließlich die Versicherten selbst sowie die jeweils beteiligte Arztpraxis und Apotheke.
• Bessere Versorgung: Rezepte können vorab an die Apotheke übermittelt werden, sodass Medikamente schneller verfügbar sind.
• Umweltfreundlich: Der Verzicht auf Papier schont Ressourcen und reduziert Verwaltungsaufwand.
Über die Untersuchung
mycare.de hat zusammen mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey vom 07. bis 08. Oktober 2025 online 2.500 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ, unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 3,6 Prozentpunkten beim jeweiligen Gesamtergebnis. Weitere Informationen zur Methodik finden Sie hier.

Über mycare.de
Als eine der ersten Versandapotheken Deutschlands hat mycare.de (www.mycare.de) den deutschen Markt seit 2001 nachhaltig verändert. Neben einem umfangreichen Onlineshop mit über 90.000 Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten bietet mycare.de vielfältige Dienstleistungen zur persönlichen Gesundheitsversorgung an. In einem modernen Apothekenlabor stellt mycare.de individuelle Arzneimittel nach höchster pharmazeutischer Qualität her, darunter Rezepturen für Hormontherapien, homöopathische Mittel, Hautcremes und medizinisches Cannabis. Jede Arzneimittelbestellung wird individuell von Fachpersonal angefertigt und geprüft. Zu den weiteren Dienstleistungen von mycare.de gehören der Arzneimittel- und Hausapotheken-Check sowie der Tabletten-Service MEDPAC. Als Partner beliefert mycare.de medizinische Einrichtungen in ganz Deutschland mit Arzneimitteln, Hilfsmitteln und Verbandstoffen und sorgt zudem für die umfassende Versorgung von Patienten in Pflegeeinrichtungen und ambulanten Wohnbereichen. Eine persönliche Beratung erfolgt sowohl telefonisch und per E-Mail als auch an drei Apothekenstandorten in Lutherstadt Wittenberg.
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